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Der legendäre Ceppi-Cup:

Mannschaftsfoto bei der Präsentation des neuen Dress

Stehend von links nach rechts:

Bianchi, Olasi, Schaub, Mallat, Müller, Kropf, Lutz, Chapuis, Dienst, Müller, Keller, Oetlli, Burkolter, Rigassi, Ceppi

Vorne von links nach rechts:

Bielser, Fuchs, Vallat, Rudin, Wächli, Hasler, Keller, Hofer

Das Küchlin, violette Hemden und blaue Hosen – fertig ist der Ceppi-Cup


Seit vielen Jahren messen sich die besten Schweizer Schiedsrichter im Ceppi-Cup. Doch nur wenige wissen, wer diesen Fussball-Wettbewerb einst ins Leben gerufen hat.


Wenn Schiedsrichter dem Ball nachjagen – notabene nicht mit der Pfeife in der Hand und mit einem speziellen Stellungsspiel – dann ist einiges los. Viele dieser für ein paar Spiele vom Referee zum Fussballer umfunktionierten Sportler meinen dann, auf dem Platz, „Kraft ihres Wissens“ ihre Kommentare abgeben zu müssen. Wer schon einmal Schiedsrichter in einem Fussballspiel mit Schiedsrichtern war, der weiss, dass dies eine spezielle Herausforderung ist.


Apropos Herausforderung - seit vielen Jahren schon spielen die besten Schweizer Schiedsrichter um den Ceppi-Cup, diesen Herausforderungs-Wettbewerb, in dem der Cup-Inhaber von einer nach einem ausgeklügelten System ermittelten anderen Region herausgefordert wird (Einschreibegebühr 20 Franken…). Der Herausforderer stösst den Titelverteidiger nur vom Thron, wenn er den Match gewinnt. Schon bei einem Unentschieden und natürlich auch bei einer Niederlage bleibt alles beim Alten – und die nächste Region kann ihr Glück versuchen.


Doch wann und wie hat alles angefangen?


Es war einmal – und zwar in Basel. Vor bald 50 Jahren trafen sich die Oberliga-Schiedsrichter der Region Nordwestschweiz am Sonntag mit ihren Partnern im altehrwürdigen Küchlin in der Steinenvorstadt jeweils zum inoffiziellen Hock. Einer dieser Oberliga-Referees war auch Godi Dienst, zu jener Zeit SK-Mitglied und selbst Fussballer in der Schiedsrichtermannschaft. Dienst, der 1966 den WM-Final England – Deutschland mit dem berühmtesten Tor der Fussballgeschichte (Wembley-Tor) geleitet hatte, kam die Idee 3-4 mal im Jahr gegen andere Schiedsrichterverbände zu spielen. Dem Kleinbasler war es zu wenig, nur einmal im Jahr an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen zu können.


Doch um diese regelmässig spielende Mannschaft wirklich ins Leben rufen zu können, brauchte es ein Dress sowie schlicht finanzielle Unterstützung. Was lag da näher, als den Inhaber des Küchlins, Josi Ceppi, um seine Mithilfe zu fragen? Da Ceppi als ehemaliger Schiedsrichter ein offenses Ohr für das Anliegen von Godi Dienst hatte, sponserte er die erste Ausrüstung, violettes Hemd und blaue Hosen. Die Präsentation der Mannschaft (siehe oben) fand am 9. November 1963 auf dem Landhof statt.


Fortan wurde nun um den Ceppi-Cup gespielt. Das allererste Spiel gewann die Nordwestschweiz am 1. Mai 1964 gegen die Aargauer (4:3). Bis heute gab es weit über 125 Spiele um den begehrten Pokal (siehe Rubrik Statistik). Ein Ende dieses Wettbewerbs ist nicht abzusehen. Denn diese Matches sind weit mehr als Fussballspiel. Sie sind ein gesellschaftlicher Anlass, ein Treffen, um bestehende Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Und was in unserer heutigen so schnelllebigen und hektischen Zeit ist wichtiger als Freundschaften?


Basel, im November 2009


Andreas Schluchter & Roger Koweindl

Ein paar Fotos aus den ersten Ceppi-Cup Jahren

1966

1967

1968